Wie läuft die Segelflugausbildung ab?
Die Ausbildung besteht aus einem praktischen und einem theoretischen Teil. Im praktischen Teil lernen Flugschülerinnen und Flugschüler alle Phasen des Fliegens – vom Windenstart bis zur sicheren Landung. Dazu kommen Übungen wie Kreisflug, Langsamflug, Schnellflug oder Thermikfliegen.
Parallel dazu findet Theorieunterricht statt, zum Beispiel in den Fächern Meteorologie, Navigation, Technik, Luftrecht oder Sprechfunk.
Ab welchem Alter kann man beginnen?
Mit der Ausbildung kann man bereits ab 14 Jahren starten.
Gibt es eine Altersgrenze?
Nein. Auch Erwachsene können jederzeit mit der Ausbildung beginnen. Bei uns lernen Menschen unterschiedlichster Altersgruppen das Fliegen.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Im Durchschnitt dauert die Ausbildung etwa zwei Jahre. Das hängt aber auch davon ab, wie regelmäßig jemand am Flugbetrieb teilnehmen kann und wie das Wetter mitspielt.
Wann findet die Ausbildung statt?
Die praktische Ausbildung findet während der Flugsaison hauptsächlich an Wochenenden und Feiertagen statt. Zusätzlich gibt es Theorieunterricht und gemeinsame Werkstattarbeit außerhalb des Flugbetriebs.
Was passiert beim ersten Flug?
Die ersten Flüge finden gemeinsam mit einem Fluglehrer in einem doppelsitzigen Schulungsflugzeug statt. Der Fluglehrer erklärt die Abläufe Schritt für Schritt und übernimmt zunächst einen großen Teil der Steuerung.
Mit der Zeit übernehmen die Flugschüler immer mehr Aufgaben selbst.
Wann darf man alleine fliegen?
Nach etwa 60 bis 80 Starts mit Fluglehrer steht normalerweise der erste Alleinflug an – vorausgesetzt, alle Übungen sitzen sicher.
Vor dem ersten Alleinflug prüfen die Fluglehrer noch einmal genau, ob alle Abläufe sicher beherrscht werden.
Was passiert nach dem ersten Alleinflug?
Danach beginnt der nächste Ausbildungsabschnitt. Die Flugschüler fliegen alleine weiter, üben Starts und Landungen, werden auf andere Flugzeugtypen eingewiesen und sammeln Erfahrung.
Zusätzlich finden weiterhin Flüge mit Fluglehrer statt, zum Beispiel für Überlandeinweisungen oder besondere Übungen.
Wie sieht die theoretische Ausbildung aus?
Die Theorie umfasst insgesamt neun Unterrichtsfächer. Dazu gehören unter anderem:
- Meteorologie
- Navigation
- Luftrecht
- Technik
- Aerodynamik
- Menschliches Leistungsvermögen
- Sprechfunk
Die theoretische Prüfung erfolgt später als Multiple-Choice-Prüfung.
Wer nimmt die Prüfung ab?
Die praktische Prüfung wird von einem amtlichen Prüfer der Bezirksregierung Düsseldorf abgenommen.
Dabei absolvieren die Prüflinge mehrere Flüge gemeinsam mit dem Prüfer.
Wie sicher ist die Ausbildung?
Flugsicherheit spielt in der gesamten Ausbildung eine zentrale Rolle. Checklisten, feste Verfahren und gründliche Luftraumbeobachtung gehören von Anfang an dazu und werden ständig trainiert.
Die Ausbildung erfolgt Schritt für Schritt und immer unter Anleitung erfahrener Fluglehrerinnen und Fluglehrer.
Muss man sportlich oder besonders fit sein?
Normale körperliche Fitness reicht vollkommen aus. Wichtiger sind Konzentration, Verantwortungsbewusstsein und Interesse am Fliegen.
Muss man technisches Wissen mitbringen?
Nein. Alles Wichtige wird während der Ausbildung vermittelt.
Was kostet die Ausbildung?
Segelfliegen ist günstiger, als viele vermuten. Durch die Organisation im Verein bleiben die Kosten überschaubar. Besonders Jugendliche profitieren von reduzierten Konditionen.
Die laufenden Kosten bewegen sich oft in einem ähnlichen Bereich wie ein Fitnessstudio-Abo.
Welche Rolle spielt die Gemeinschaft im Verein?
Eine große. Segelflug ist Teamarbeit. Beim Flugbetrieb helfen alle mit – vom Flugschüler bis zur erfahrenen Pilotin.
Dazu gehören beispielsweise das Bewegen der Flugzeuge, das Starten an der Winde oder das gemeinsame Vorbereiten des Flugbetriebs.
Kann man die Ausbildung erst einmal ausprobieren?
Ja. Interessierte können bei uns Schnupperflüge oder Schnupperkurse machen und den Segelflug kennenlernen, bevor sie sich für eine Ausbildung entscheiden.
Was passiert nach dem Segelflugschein?
Nach der Ausbildung können die Pilotinnen und Piloten eigenverantwortlich fliegen. Viele entwickeln sich anschließend in verschiedene Richtungen weiter – zum Beispiel im Streckenflug, im Wettbewerbsflug oder später auch als Fluglehrer.
